
Ursachen und Lösungen von Konflikten bei Senioren:
● Die Hauptursachen für Konflikte sind individuelle Unterschiede, unterschiedliche Wahrnehmungen, Misskommunikation und Konkurrenz.
● Konflikte im Alter können viele Ursachen haben. Ein großer Teil hat mit Kommunikation zu tun. Dazu gehören Verständigungsschwierigkeiten, unzureichender Informationsaustausch und gestörte Kommunikationskanäle. Wenn z.B. die Erwartungen von Senioren an Pflegende nicht übereinstimmen, kann dies zu Konflikten führen. Die Lösung besteht darin, die zu erbringenden Pflegeleistungen und die Verantwortlichkeiten der Pflegenden klar zu definieren, Unsicherheiten zu minimieren und Klarheit zwischen den Familienmitgliedern sowie Einrichtungen, die die pflegebedürftigen Senioren unterstützen, sowie zwischen den Senioren und den Pflegenden zu schaffen. Es ist wichtig, Senioren das Recht einzuräumen, an den für sie getroffenen Entscheidungen teilzuhaben.
● Eine gelungene Kommunikation, die sich an den persönlichen Voraussetzungen und Bedürfnissen von Senioren orientiert, ist eine wichtige Methode, um Konflikte zu reduzieren oder zu bewältigen. Daher ist es sinnvoll, Ressourcen wie Empathie, aufmerksames Zuhören und transparente Kommunikation zu stärken. In der Pflege kann der emotionale Austausch zu einer qualitativ hochwertigen Kommunikation führen, um das Gefühl der Nähe und Aufrichtigkeit der pflegebedürftigen Senioren zu stärken.
● Die Entwicklung der Empathiefähigkeit gewährleistet den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung in der Pflege und Behandlung. Kognitive Empathie ist die Fähigkeit, den mentalen Zustand und die Denkweise einer anderen Person zu verstehen. Emotionale Empathie ist die Fähigkeit, den emotionalen Zustand und die Gefühle zu verstehen. Empathie kann von Pflegenden als eine Technik verstanden werden, die erlernt und entwickelt werden kann. Zu den Kommunikationstechniken, die bei der Konfliktlösung eingesetzt werden, gehören motivationsorientierte Gespräche, d.h. die Meinung der Senioren zu Pflege-Alternativen einzuholen, ihr Selbstvertrauen zu stärken, ihnen Hoffnung zu geben und sie zu ermutigen, ihre Probleme selbst zu lösen. Dabei ist es wichtig, nicht laut zu sprechen, nicht aggressiv zu sein, Blickkontakt zu halten
und rücksichtsvoll zu sein, aber auch die eigenen Gedanken und Gefühle dem Gegenüber mitzuteilen.
● Konflikte mit Familienmitgliedern werden aus Gründen wie Rollen-Unklarheit, mangelnder Kommunikation und fehlendem Vertrauen erlebt. Sorgen, Wut und Schuldgefühle der Familienmitglieder können Konfliktsituationen verstärken. Interventionsgespräche mit den Senioren, den Pflegenden sowie an
deren Familienmitgliedern können helfen, Sorgen, Wut und Schuldgefühle zu reduzieren. Bei solchen Interventionsgesprächen können Situationen, die die Qualität der Kommunikation beeinträchtigen, durch Übungen wie “Brainstorming” diskutiert werden; verbale und nonverbale Kommunikationselemente, die die Kommunikation beeinträchtigen, können anhand von Beispielen durch Rollenspiele erklärt werden, auch um die Fähigkeit des Zuhörens zu verbessern. Angesichts der Rolle, die kulturelle- oder Generationsunterschiede
bei Konflikten spielen, können Beispiele für diese Art von Kommunikationsproblemen gegeben und debattiert werden, um die Unterschiede in den Wertvorstellungen zu verstehen, wie sie zu Konflikten führen und Lösungsmöglichkeiten zu entwickeln.
