Burnout ist ein unvermeidlicher Teil des Pflegeprozesses und wird sowohl bei professionellen Pflegekräften als auch bei pflegenden Angehörigen beobachtet. Die am weitesten verbreitete Auffassung von Burnout ist die Theorie von Maslach. In diesem Modell wird Burnout als ein Gefühl der emotionalen Erschöpfung, der Depersonalisierung gegenüber pflegebedürftigen Personen und als ein vermindertes Gefühl der persönlichen Leistungsfähigkeit bei der Arbeit betrachtet. Das Konzept von Burnout ist eng mit Stress verbunden. Es tritt auf, wenn Personen, die Senioren pflegen, sich stark belastet fühlen. Er äußert sich in Symptomen wie Unlust an der Arbeit, Wut auf die Pflegebedürftigen, Klagen, die Pflegearbeit nicht gut erledigen zu können, Ruhelosigkeit, ständige Erschöpfung, Gefühl der Minderwertigkeit. Da die Pflegenden in der Regel das mittlere Alter überschritten haben, kann sich auch ihre körperliche und geistige Gesundheit verschlechtern. Ihre Lebensqualität leidet und Ihre Selbstbestimmung geht durch die Pflegearbeit fast vollständig verloren. In der Folge leiden Pflegende häufig an Burnout.
Umgang mit Burnout:
• Burnout-Symptome in der Seniorenpflege nicht für normal halten
• Ignorieren Sie die Anzeichen eines Burnouts nicht
• Um Hilfe zu bitten, darf nicht zu einer Frage des Stolzes werden
• Geben Sie sich nicht die Schuld für das, was Ihren pflegebedürftigen Senioren passiert ist Übernehmen Sie nicht für alles allein die Verantwortung
• Nehmen Sie bei Bedarf professionelle Hilfe in Anspruch
Was sind die Methoden zum Umgang mit Burnout?
Zunächst sollte der Pflegende die Symptome von Burnout und seine Ursachen erkennen. Ursachen können sein: mangelnde Kompetenz in der Pflege, kein positives Feedback, Überforderung durch die Pflegearbeit, fehlende soziale Unterstützung, zu wenig Zeit für sich selbst und zu viel Engagement. Das Erkennen der Ursachen von Burnout führt zu Lösungen. Lösungen wären:
• Kurse oder Fortbildungen in der Seniorenpflege
• Zugang zu Institutionen und Organisationen, an die sie sich wenden können, wenn sie sich in einer schwierigen Situation befinden
• Nehmen Sie sich Zeit für sich selbst
• Entspannung
• Soziale Unterstützung
• Selbsthilfegruppen mit anderen Pflegenden organisieren
• Teilen Sie die Last der Pflege; Verringern Sie Ihre Verantwortung und Arbeitsbelastung. Wenn Sie verfügbare Verwandte haben, wechseln Sie sich bei der Pflege ab
• Verfallen Sie nicht in Mitleid-Müdigkeit
• Einen Zeitplan aufstellen, um die Zeit effizient zu nutzen und sich Zeit für sich selbst nehmen zu können
• Selbstfürsorge
• Regelmäßige Ernährung
• Aufrechterhaltung eines ausgewogenen Familien- und Soziallebens
• Entwicklung von Freizeitaktivitäten und Hobbies
• Schaffung von Entspannungsmöglichkeiten, wie z. B. Urlaub, Musik, Alleinsein usw.
• Ausreichende körperliche Aktivität und Bewegung
• Unterstützung durch andere Pflegende erhalten
• Die eigenen Bedürfnisse nicht außer Acht lassen
• Selbstreflexion und ggf. professionelle Unterstützung
Was kann man tun, um pflegende Angehörige psychosozial zu unterstützen?
• Pflegende sollten in regelmäßigen Abständen eine psychosoziale Beratung oder Therapie aufsuchen, insbesondere wenn sie psychische Veränderungen feststellen.
• Sensibilisierung für die Belastungen der Pflege, Offenheit und das Erkennen eigener Stärken
• Abwägen der Möglichkeiten, Hilfe von anderen Familienmitgliedern zu erhalten und sicherstellen, dass andere Familienmitglieder einbezogen werden
• Kenntnis der sozialen Dienste, bei denen sie Hilfe erhalten können
• Profitieren von einer Schulung zum Thema Pflege und Betreuung in der Familie
• Atem- und Entspannungsübungen, um Stress und Anspannung abzubauen
• Einhaltung von Ernährungs- und Schlafgewohnheiten